Wissenswertes 05/14

Aktien: Fluch oder Segen

 

Was man bei Aktieninvestments wissen sollte

 

Eine Aktie ist ein Unternehmensanteil, der leicht gekauft und verkauft werden kann. Häufig erfolgt der Anteilshandel an der Börse, wobei Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen. Der Aktienkurs ist der Preis der letzten Transaktion, der sich aber kurzfristig bereits geändert haben kann. Der Kurs einer Aktie und vor allem die Frage ob dieser Kurs einen fallenden („bearish“) oder steigenden („bullish“) Verlauf nimmt, wird durch verschiedene Faktoren bestimmt. Wobei eine verlässliche Voraussage der zukünftigen Entwicklung niemals möglich ist, weshalb Aktieninvestments immer ein Risiko darstellen. Entsprechend der Finanztheorie bringen Aktien eine höhere Rendite im Vergleich zu Anleihen oder Bankguthaben, wobei diese Regel nicht in jedem Betrachtungszeitraum zutrifft.

 

Die aktuelle und die absehbar oder zumindest erwartete zukünftige Situation des Unternehmens beeinflusst der Kurs und seine Entwicklung. Der Kurs von Unternehmen, die Gewinne schreiben, eine gute Eigenkapitalsituation haben, in einer Wachstumsbranche mit stabilen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen tätig sind, wird im Regelfall relativ hoch sein und daher wenig Steigerungspotenzial für die Zukunft aufweisen (geringe Rendite oder Performance). Im Gegenzug können Unternehmen, deren Situation sich zukünftig verbessern kann, wie dies durch Wachstum, Fusionen, Sparprogramme, Patente, usw. der Fall sein könnte, eine hohe Rendite erbringen. Wie wahrscheinlich diese Entwicklung ist, wird von den Aktienanalysten beurteilt, deren Meinungen oftmals Grundlage für Investitionsentscheidungen sind. Neben der Analyse jedes einzelnen Unternehmens bzw. jeder Aktien bestimmen globale Entwicklungen und Trends den Kurs. So unterliegen die Unternehmen einer Branche oder einer Region einer gewissen gemeinsamen Entwicklung, die ebenfalls richtig oder falsch vorhergesagt werden kann.

 

In den letzten Jahren hat sich die verhaltensorientierte Finanzmarkttheorie (engl. behavioral finance) etabliert, die sich mit irrationalem Verhalten auf Finanz- und Kapitalmärkten beschäftigt. Irrationale Kursentwicklungen können jedenfalls nicht geleugnet werden. Bei Aktieninvestoren sehr beliebt ist auch die Chartanalyse. Dabei wird aus der  Beobachtung von Charts (Linie, die den Kursverlauf der Aktie anzeigt) ein günstiger Kauf- oder Verkaufszeitpunkt abgeleitet. Das kann funktionieren, muss aber nicht. Denn derartige Trendfolgemodelle hinken der Entwicklung meist hinten nach und die vermeintlich erwartete Unterstützungs- oder Widerstandslinie hält oftmals nicht oder wird durchbrochen.

 

Zusammengefasst sind Aktien weder Fluch noch Segen. Ohne Aktien und ohne Aktieninvestitionen gäbe es kaum Unternehmen und somit weniger Arbeitsplätze. Wesentlich bei Aktieninvestments erscheint die Auswahl der einzelnen Unternehmen und der Anteil von Aktien am Gesamtveranlagungsvermögen. fair-finance investiert nur in Aktien, die den strengen Kriterien hinsichtlich Nachhaltigkeit und Soziale Verantwortung entsprechen.  Die strategische Aktienquote von fair-finance beträgt nur 10 % vom Gesamtvermögen.

 

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