Wissenswertes 01/2018 – Begriffe und Kennzahlen von Investments

MAXIMUM DRAWDOWN: Maximalverlust, den ein Anleger innerhalb eines Betrachtungszeitraumes hätte erleiden können. Nämlich wenn er zum Höchststand gekauft und zum Tiefststand verkauft hätte. Er stellt somit den maximal kumulierten Verlust innerhalb einer betrachteten Periode dar und wird in aller Regel als Prozentwert dargestellt.

 

PERFORMANCE: Kennzahl für die Wertentwicklung eines Investments oder eines Portfolios. Meist wird zum Vergleich eine Benchmark als Referenz genommen, um die Performance im Vergleich zum Gesamtmarkt oder Branchen darzustellen. Bei Investmentfonds wird die prozentuale Veränderung des Werts der Anteile innerhalb eines bestimmten Zeitraums gemessen unter Berücksichtigung der Ausschüttung und ggf. des Körperschaftsteuerguthabens.

 

SHARP-RATIO: Überschussrendite eines Fonds gegenüber einer sicheren (risikolosen) Geldmarktanlage unter Berücksichtigung der Volatilität des jeweiligen Fonds.

Wenn zB. der sichere (risikolose) Geldmarkt zwei Prozent als Rendite erwirtschaftet hat und der ausgewählte Fonds zehn Prozent, dann hat der Fonds eine Überschussrendite von acht Prozent. Diese acht Prozent werden nun ins Verhältnis gesetzt zum Risiko (Volatilität) des Fonds.

– Ist die Sharpe Ratio größer 1, hat der Fonds einen Überschuss erwirtschaftet, der das höhere Risiko des Fonds kompensiert. Das ist eine positive Sharpe Ratio.

– Liegt die Sharpe Ratio zwischen 0 und 1, so hat der Fonds zwar einen Überschuss bezüglich der Geldmarktverzinsung erzielt, aber der Überschuss entspricht nicht dem eingegangenen Risiko.

– Liegt die Sharpe Ratio unter 0, so hat der Fonds nicht einmal die Verzinsung der sicheren Geldmarktanlage erreicht. Das ist eine negative Sharpe Ratio.

Besonders interessant dürfte die Sharpe Ratio für Anleger sein, die zwischen zwei Fonds wählen müssen, von denen der eine zwar schwächer in der Rendite, aber auch risikoloser ist als der andere Fonds. Bei gleicher Rendite (oder gleichen Bedingungen) sollte der Fonds mit der höheren Sharpe Ratio bevorzugt werden. Denn je höher die Sharpe Ratio, desto mehr Rendite hat der Fondsmanager zum eingegangenen Risiko erzielt. Somit ist die Sharpe Ratio ein objektiver Maßstab für die Leistung des jeweiligen Fondsmanagements.

 

VOLATILITÄT: Maß für die Bandbreite von Kursschwankungen, das die durchschnittliche Schwankungsbreite von Wertpapierkursen, Zinssätzen, aber auch Rohstoffpreisen darstellt. Sie entspricht der statistischen Standardabweichung. Je größer diese Schwankungsbreite ist, um so volatiler und damit risikoreicher ist ein Wert.

In der Berechnung unterscheidet man die historische und implizite Volatilität. Die historische Volatilität wird aus den historischen Kursen des Basiswerts berechnet. Es handelt sich um die durchschnittliche Schwankungsbreite von Preisen einer Aktie oder eines Index während eines bestimmten Zeitraums in der Vergangenheit. Die implizite (enthaltene) ist die aktuelle im Optionsschein-Preis enthaltene und vom Markt erwartete Volatilität. Liegt die implizite Volatilität, also die erwarteten Schwankungen, über der historischen Volatilität, ist der Optionsschein im Vergleich zu einem aus der Optionsscheintheorie abgeleiteten theoretischen Wert eher teuer.

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