RISIKOMANAGEMENT

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RISIKOPOLITIK

 

Die Veranlagung erfolgt im Interesse der Anwartschaftsberechtigten und nimmt insbesondere auf Sicherheit, Rentabilität, den Bedarf an flüssigen Mitteln sowie eine angemessene Mischung und Streuung der Vermögenswerte und Risikofähigkeit der Veranlagungsgemeinschaft Bedacht. Gemäß dem Betrieblichen Mitarbeiter- und Selbständigenvorsorgegesetz (BMSVG)  verpflichtet sich fair-finance, die Vermögenswerte zum größtmöglichen Nutzen, unter Berücksichtigung gesetzlicher Restriktionen, der Veranlagungsrichtlinien und der Bestandsstruktur zu wählen, um kostengünstig, reibungslos und ertragreich zu investieren.

Die wichtigsten Bestimmungsfaktoren des strategischen Veranlagungskonzeptes umfassen die Ertragserwartungen, die Risikofähigkeit des Bestandes, den Anlagehorizont, das Asset-Liabi­lity-Profil (die ökonomischen Eigenschaften und die zeitliche Struktur der geplanten Auszah­lungen bzw. Verbindlichkeiten nehmen Einfluss) sowie öko­nomische und rechtliche Restriktionen.

Die überwiegende Mehrheit der einschlägigen Publikationen und Analysen beweist, dass über einen längeren Zeitraum nur eine verschwindend kleine Anzahl von aktiven Fondsmanagern in der Lage ist, den jeweiligen Vergleichsindex zu schlagen. Dieses Resultat zeigt, dass Mehrerträge der Vermögensveranlagung (Outperfor­mance) nicht über aktives Management in den Asset Klassen, sondern über eine aktive Steue­rung der Asset Allocation erzielt wird. fair-finance verfolgt demnach eine grundsätzlich indexnahe Veranlagungsstrategie bei gleichzeitig aktiver  Auswahl der Emittenten anhand von Risiko- und Ertragskennzahlen und anhand von Nachhaltigkeitskriterien.

Fair-Laufe

ZIELE

 

Ziel des Portfoliomanagements ist die Erzielung eines möglichst hohen Ertrages. Jedoch beinhaltet diese Zielsetzung auch ein Risiko. fair-finance bekennt sich zu einem kontrollierten Risiko in der Vermögensveranlagung. Kontrolliertes Risiko bedeutet, dass ein jährlich definierter Mindestertrag nicht unterschritten werden soll. Die Erreichung dieses Zieles wird durch eine aktive Bewirtschaftung der einzelnen Investments und der Asset Allokation sichergestellt.  Es sind präventive Maßnahmen, Techniken und Systeme zur Risikobegrenzung implementiert, die eine unmittelbare, zeitnahe und effektive Reaktion auf eingetretene Risiken durch im Vorhinein definierte Prozesse, Abläufe und Maßnahmen gewährleisten.

Die unterjährige Unterschreitung von monatlich angepassten Mindestertragszielen je Einzeltitel bzw. je Asset Klasse löst Vorwarn- und Verkaufssignale aus, sodass im schlechtesten Fall mittels geldmarktnaher Veranlagung zum risikolosen Zinssatz das Mindestertragsziel erreicht werden kann (siehe Risikomanagementprozess).

Risikomanagement bedeutet aber unter anderem auch ein Bewusstmachen von Risiken innerhalb und außerhalb des Unternehmens mit dem Ziel einer Risikosensibilisierung aller Stakeholder durch entsprechende Dokumentation. Das setzt eine klare und offene Kommunikation und Information voraus.

Veranlagung

RISIKOMANAGEMENTPROZESS

 

Der Risikomanagementprozess beinhaltet alle Aktivitäten der systematischen Behandlung von Risiken bezüglich der Vermögensveranlagung unter Berücksichtigung der definierten Ziele und Limits. Der Risikomanagementprozess stellt sich idealtypisch als Prozess, bestehend aus den Phasen Risikostrategie, Risikoidentifikation, Risikoanalyse und -bewertung, Risikobewältigung und –steuerung sowie Risikoüberwachung dar. Risikokommunikation und -dokumentation sind integrativer Bestandteil aller zuvor genannten Phasen des Risikomanagementprozesses.

Einer der wesentlichsten Subprozesse, der Prozess bei Unter- oder Überschreitungen von Risikokennzahlen am Beispiel der Unterschreitung des Performancelimits soll beispielhaft kurz beschrieben werden: Der Schwellwert für die Untergrenze der anzustrebenden Jahresperformance wird vom Vorstand jährlich auf Basis der historischen Erträge und der Empfehlung des Kundenbeirats festgelegt. Dieser Schwellwert legt jenen Mindestertrag fest, den das Veranlagungsergebnis des jeweiligen Jahres der Veranlagungsgemeinschaft nicht unterschreiten soll. Der Schwellwert richtet sich vor allem nach den Veranlagungsergebnissen des vergangenen Jahres bzw. der vergangenen Jahre. Waren die Performancewerte in den vergangenen Jahren niedrig oder negativ, ist der Schwellwert vergleichsweise hoch, weil ein gewisser Puffer (Cushion) besteht.

In nachfolgender Darstellung wird als Schwellenwert für die Performance 0 % YTD angegeben. Als Untergrenze (Limit) wird der risikolose Zinssatz bezogen auf die Restlaufzeit (RLZ) bis zum 31.12 (des aktuellen Jahres) definiert. Das bedeutet: würde man das gesamte Vermögen zum risikolosen Zinssatz zum gegebenen Zeitpunkt veranlagen,  erwirtschaftet man bis Ende des Jahres eine Performance iHv 0 % YTD.

Wird das 0%-Limit zu einem Zeitpunkt (Monatsultimo) unterschritten, wird im Sinne einer Vorwarnstufe der Vorstand informiert. Wird die „rote Ampel“ zum Monatsultimo ausgelöst – bei Zugrundelegung des risikolosen Zinssatzes für die Restlaufzeit bis 31.12. sollte der Schwellwert  erreicht werden können – wird umgehend eine Veranlagungssitzung einberufen. Durch diesen Prozess wird gewährleistet, dass eine gewisse Mindestperformance nicht unbeabsichtigt unterschritten werden kann.