Grundsätze fairer Veranlagung

fair-finance versteht sich als sozial verantwortliches Unternehmen, bei dem nicht Profitmaximierung das Ziel ist. Vielmehr wird mittels eines stakeholderorientierten Modells der individuelle Kundennutzen mit gesellschaftlichem Mehrwert in Einklang gebracht und somit der Begriff „Betriebliche Altersvorsorge“ neu interpretiert. Mag. Markus Zeilinger

Unser Handeln soll die Lebenschancen heutiger und zukünftiger Generationen bewahren und zu ihrer Verbesserung beitragen. Nachhaltig begründete Vermögensveranlagungen sind im Sinne dieser Zielsetzung ein wesentliches Instrument wirtschaftliche Veränderungen, umweltfreundliche Innovationen und sozial verantwortliche Maßnahmen zu fördern. Im Mittelpunkt von Veranlagungsentscheidungen stehen zudem Sicherheit, Rentabilität und der Bedarf an flüssigen Mitteln.

Auf eine angemessene Mischung und Streuung der Vermögenswerte und auf die Risikotragfähigkeit des Vermögens wird Bedacht genommen. Wir sind davon überzeugt, dass sich nachhaltiges Agieren von Unternehmen, Institutionen und Ländern positiv auswirkt.

Unser Nachhaltigkeitsansatz soll weder zu Mehrkosten oder zu höheren Risiken noch zu Performancenachteilen verglichen mit konventioneller Veranlagung führen.

Grundsätze

Grundsatz der indexnahen Veranlagung

Die schwierigste und zugleich wichtigste Frage im Zusammenhang  mit Vermögensveranlagung ist die Verteilung des Vermögens auf die verschiedenen Asset Klassen, wie Aktien, Anleihen, Immobilien oder auch Währungen. Diese Verteilung oder Gewichtung der Asset Klassen wird auch als Asset Allokation bezeichnet.

Gemäß den gesetzlichen Vorschriften und den Spezifikation des Modells Abfertigung Neu sind  die Gestaltungsmöglichkeiten eingeschränkt. Dies führt dazu, dass nahezu alle Vorsorgekassen in einer ähnlichen Asset Allokation veranlagen. Diesen Umstand macht sich die fair-finance Vorsorgekasse zu Nutze. Die Asset Allokation von fair-finance unterliegt einer weitgehenden Bindung an den Branchenindex, welcher laufend von der Österreichischen Kontrollbank ermittelt wird. Der Branchenindex dient fair-finance somit auch als Benchmark. Gravierende Abweichungen gegenüber der Marktperformance aufgrund der Asset Allokation sind somit ausgeschlossen. Aufgrund der Kostenvorteile sowie der Unabhängigkeit in der Auswahl der Partner und Fonds bietet fair-finance die besten Voraussetzungen höhere Kontostände verglichen mit den anderen Marktteilnehmern zu erwirtschaften.

Um das Risiko einer möglichen Negativ- oder Minderperformance für den Anspruchsberechtigten durch Kapitalmarktschwankungen  zu vermeiden, gewährt fair-finance die einzigartige Mindestzinsgarantie. Eventuelle Garantieleistungen sind im Businessplan von fair-finance aufwandswirksam berücksichtigt und schmälern ausschließlich das Betriebsergebnis und nicht, wie oftmals fälschlich angenommen wird, die Performance.

Grundsatz der Nachhaltigkeit

Der Grundsatz einer nachhaltigen Vermögensveranlagung ist bereits in der Satzung von fair-finance verankert: „Die Gesellschaft fühlt sich insbesondere einer menschen- und umweltfreundlichen Veranlagung des treuhändig überantworteten Kundenvermögens verpflichtet.“

In den Veranlagungsbestimmungen wird dieser Grundsatz weiter ausgeführt. Zur konkreten und anwendbaren Umsetzung dieses Grundsatzes wurde durch den Kundenbeirat von fair-finance die „Nachhaltige Veranlagungsrichtlinie“ (siehe unter Download) beschlossen und dem Aufsichtsrat von fair-finance zur Kenntnis gebracht. Die Richtlinie beinhaltet Positiv- und Negativkriterien für die Auswahl von Unternehmen, Institutionen und grundsätzlich auch für Länder, Mandate und Fonds. Der Unterschied zu anderen Anbietern hinsichtlich „nachhaltiger“ Vermögensveranlagung liegt einerseits in dem hohen Detailierungsgrad und der Positiv- und Negativkriterien und andererseits in der Tatsache, dass diese Kriterien nachhaltiger Kapitalveranlagungen auf das gesamte Portfolio angewendet werden, welches somit hinsichtlich Nachhaltigkeit einzigartig und vorbildlich in der Branche ist.

Die sich aufgrund der Positiv- und Negativkriterien ergebende nachhaltige Portfolio  ist mit verantwortlich für die ausgezeichnete Performance, welche fair-finance seit Beginn der Investitionstätigkeit im Juni 2010 vorweisen kann. Die Titelselektion anhand von Nachhaltigkeitsgrundsätzen führt  dazu, dass beispielhaft in der branchenweit größten Assetklasse „Staatsanleihen“, nicht undifferenziert in breitgestreute Fonds investiert wurde, sondern ausschließlich Papiere von im Sinne der Veranlagungsgrundsätze nachhaltigen Staaten wie Schweden, Norwegen oder Österreich gekauft wurden. Anleihen dieser Staaten sind üblicherweise in Anleihenfonds nur untergewichtet enthalten, so dass sich für fair-finance signifikante positive Effekte hinsichtlich Ertrag und Risiko gegenüber dem Mitbewerb ergeben.

Grundsatz der Transparenz und Mitgestaltung

Das stakeholderorientierte Geschäftsmodell von fair-finance bindet die Kunden auch in die Vermögensveranlagung mit ein. Der Kundenbeirat beschließt nicht nur die „Grundsätzliche Richtlinie für das Auswahlverfahren nachhaltiger Kapitalveranlagungen“ sondern kontrolliert auch deren Einhaltung. Die taktische oder kurzfristige Allokation, Fondsauswahl und zukünftig die Mandatsvergabe erfolgt durch ein Investmentkomitee bestehend aus Vorstand, den Veranlagungsexperten der Eigentümer und externen Experten. Kundenbeirat und Veranlagungskomitee stellen die zweite Phase des Investmentprozesses dar.

Die Teilnahme an den Sitzungen des Kundenbeirates ist grundsätzlich allen Kundinnen und Kunden (Arbeitgebern/Arbeitnehmervertretern) möglich. Aus operationellen Gründen kann der Verein fair-finance aus der eventuell großen Anzahl nominierter Beiratsmitglieder zehn stimmberechtigte Mitglieder nominieren.

Das investierte Portfolio wird auf der homepage von fair-finance veröffentlicht und monatlich aktualisiert. fair-finance setzt somit hinsichtlich Transparenz neue Maßstäbe.

Grundsatz der Kontrolle

Der bekannte Spruch „Vertrauen ist gut, aber Kontrolle ist besser“ beschreibt das Ziel der Kontrollmechanismen von fair-finance. Denn Kontrolle im Zusammenhang mit Vermögensveranlagung bedeutet nicht Misstrauen sondern Sicherheit.

Das Netz der gesetzlich vorgegebenen Kontrollen ist bei den Betrieblichen Vorsorgekassen sehr eng. Neben der Finanzmarktaufsicht, der Nationalbank, den Staatskommissären und der Wirtschaftsprüfungskanzlei KPMG, als Abschlussprüfer von fair-finance, ist eine Interne Revision eingerichtet, welche im Fall von fair-finance aber nicht durch eigene MitarbeiterInnen sondern durch Spezialisten der Wirtschaftsprüfungskanzlei Ernst & Young erfolgt. Vermögensveranlagung und Risikomanagement sind auf zwei Vorstandsbereiche aufgeteilt und in keinem Geschäftsbereich sind die Prozesse so detailliert geregelt wie im Bereich Vermögensveranlagung. Die Performance- und Risikokennzahlen der Branche dienen zum Vergleich und zur Kontrolle.

Spezifisch für fair-finance ist wiederum die Einbindung der Stakeholder, insbesondere der Kunden und Kundinnen. Die Geschäftsordnung des fair-finance Kundenbeirats  sichert wesentlich Frage- und Kontrollrechte und gibt die Möglichkeit Sonderprüfungen zu initiieren.

Eine externe Prüfung der Nachhaltigkeit, insbesondere der Nachhaltigkeit der Vermögensveranlagung, erfolgt durch die ÖGUT, die Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik. Für die Jahre 2011 und 2012 hat fair-finance das  ÖGUT-Zertifikat in Gold als bestmögliche Auszeichnung erhalten.

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