faire Veranlagung 01/15

Das gute Gesamtergebnis ist vor allem den Anleihen, also unserer größten Asset Klasse, geschuldet. Die anhaltend niedrigen Zinsen haben insbesondere bei Titeln mit langer Laufzeit und bester Bonität zu beachtlichen Kursgewinnen geführt. Die ganzjährige Übergewichtung dieser Asset Klasse gegenüber der Zielallokation war letztendlich eine richtige Entscheidung, wenngleich das zukünftige Renditepotenzial von Anleihen nunmehr ausgereizt erscheint. Entsprechend erfreulich war somit in 2014 die Entwicklung des mit dem Österreichischen Umweltzeichen ausgezeichneten fair-finance bond Fonds, welcher bei einem Vermögen von EUR 80 Mio. eine Jahresperformance von 9,1 % erzielen konnte. In der Klasse der Anleihen Held to Maturity (HtM)  konnten signifikante Reserven für die Zukunft aufgebaut werden. Neuinvestitionen in dieser Asset Klasse waren aufgrund der niedrigen Einstiegsrenditen kaum möglich. Die größte Performance konnte  –  getrieben durch das billige Geld der Zentralbanken –  mit globalen Aktien erzielt werden. Europäische Aktienindices haben nur moderate Ergebnisse gezeigt. Da die fundamentalen Wirtschaftsdaten, wie Arbeitslosigkeit und Wirtschaftswachstum, zumindest in Europa hinter den Erwartungen blieben, haben wir uns vorsichtig positioniert und zu Gunsten von mehr Sicherheit ganz bewusst in Kauf genommen, von positiven Aktienentwicklungen nicht in vollem Umfang  zu profitieren. Der globale MSCI World net DIV in EUR Index konnte zwar stolze 20,2 % zulegen, allerdings war das Risiko in Form von Kursschwankungen, bedingt durch den Ölpreisverfall und die Russlandkrise, im 2. Halbjahr erkennbar und Aktieninvestoren mussten froh sein, dass die Kurse in den letzten Tagen des Jahres wieder Höchststände erreicht haben.

Die erstmalig ins Portfolio aufgenommene Asset Klasse Immobilien hat die Erwartungen erfüllt und zur Stabilisierung von Ertrag und Risiko beigetragen. Ebenso wurde in 2014 eine Erstinvestition im Bereich Mikrofinanz getätigt. Dieses Investment soll nicht nur bei geringer Korrelation zu Aktien und Anleihen stabile Erträge bringen, sondern zeichnet sich durch ein hohes Maß an Nachhaltigkeit und sozialer Verantwortung aus. Als eine der wichtigsten Entscheidungen und Maßnahmen des Geschäftsjahres im Bereich der Vermögensveranlagung kann die Mandatsvergabe des fair-finance real estate Fonds angeführt werden. Entsprechend der Zielallokation sollen 10 Prozent unseres Vermögens zukünftig auf Immobilien entfallen. Ein eigener Spezialfonds wurde gewählt, weil der unkontrollierbare Mittelzu und -abfluss durch Dritte in Publikumsfonds unangenehme Auswirkungen für Investoren haben kann. Zudem ist die Einhaltung von Nachhaltigkeitsgrundsätzen nur bei einem eigenen Mandat zu gewährleisten. Erste Investitionen des fair-finance real estate sind im 1. Quartal 2015 zu erwarten.

In Anbetracht der kontinuierlich guten Monatsergebnisse wurde der garantierte Mindestzinssatz von 1,75 % p.a. in 2014 zu keinem Zeitpunkt unterschritten.  Mindestzinsgarantieleistungen wurden somit im vergangenen Jahr nicht  (VJ: 56) erbracht. Die erhöhte Sicherheit für Anspruchsberechtigte aufgrund der Mindestzinsgarantie ist ein wesentliches Produktmerkmal von fair-finance und bringt die Zielsetzung zum Ausdruck, Vorteile für Kunden zu schaffen und jedenfalls nicht Risiken zum eigenen Vorteil an die Kunden zu übertragen.

fair-finance wurde 2014 zum dritten  Mal in Folge mit dem IPE-Countryaward als  „Best Pension Fund in Austria – Vorsorgekasse“ ausgezeichnet. Die Nachhaltigkeit der Veranlagung von fair-finance wird von der ÖGUT (Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik) jährlich geprüft und wurde auch 2014 wieder mit dem Zertifikat in Gold honoriert.

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