Der Investmentprozess wird intern auch das fair-finance Kompetenzmodell bezeichnet. In diesem Kompetenzmodell werden drei Phasen unterschieden. Verantwortlich für den gesamten Investmentprozess ist der Vorstand.
In der ersten Phase wird das nachhaltige Anlageuniversum definiert. Mit dem Anlageuniversum ist eine Vorauswahl von Emittenten (Institutionen, Unternehmen, Staaten,..) für Aktien und Anleihen sowie eine Vorauswahl von Investmentfonds gemeint. Das Anlageuniversum wird aus der Summe der Anlageuniversen der GLS Bank und der oeco capital Lebensversicherung ergänzt um ausgewählte österreichische Emittenten erstellt und entspricht den Positiv- und Negativkriterien, die in der „Grundsätzlichen Richtlinie für das Auswahlverfahren nachhaltiger Kapitalveranlagungen“ festgelegt sind. GLS Bank und oeco capital Lebensversicherung haben jahrelange Erfahrung und bedienen sich jeweils eines Fachbeirats bestehend aus anerkannten Experten aus dem Bereich nachhaltiger Veranlagung. GLS Bank wurde 2011 als beste Bank Deutschlands ausgezeichnet. Der fair-finance Kundenbeirat kann Anträge an die Fachbeiräte der GLS Bank und der oeco capital Lebensversicherung hinsichtlich der Erweiterung, Änderung oder Reduktion des jeweiligen Anlageuniversums stellen, sowie Prüfungen hinsichtlich der Einhaltung der Positiv- und Negativkriterien initiieren bzw. auch die Kriterien ändern.
Die zweite Phase des Kompetenzmodells stellt das Veranlagungskomitee dar. Das Veranlagungskomitee besteht aus dem Leiter Vermögensveranlagung, dem Risikomanager, jeweils aus einem Experten der GLS Bank und der oeco capital Lebensversicherung sowie zwei externen Experten der Bankpartner von fair-finance. Weitere Aufgaben des Komitees sind einerseits Empfehlungen zur Auswahl von Investmentfonds, zur Vergabe von Vermögensverwaltungsmandaten bzw. zur Auswahl von Aktien und Anleihen auszusprechen. Andererseits werden die Marktinformationen im Veranlagungskomitee analysiert und diskutiert und münden in einer Empfehlung hinsichtlich der taktischen Asset Allokation (kurz- und mittelfristige Gewichtung der Asset Klassen wie beispielhaft Aktien, Anleihen, Geldmarkt oder Immobilien im Veranlagungsportfolio).
In der dritten Phase des fair-finance Kompetenzmodells erfolgt das operative Portfolio Management, welches durch das Risikomanagement laufend begleitet wird. Grundsätzlich ist das Portfolio Management von fair-finance durch einen kontinuierlichen positiven Cashflow gekennzeichnet. Portfolioanpassungen erfolgen kostenschonend in der Regel mit neuen Beitragszahlungen und nicht durch Um- oder Abschichtungen von Vermögenswerten. Mit dem wachsenden Kundenvermögen von fair-finance soll das Portfoliomanagement sukzessive mittels Mandatsvergabe an externe Spezialisten vergeben werden.